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Klimawandel und das Unverhoffte

  • SFU Berlin (Campus Tempelhof, Turm 9) Columbiadamm 10 12101 Berlin Germany (Karte)

Abstract

Holding Hands von Carolin Wille

Viele leben mit einem Katastrophenbewusstsein, in welchem sich das Ende der Welt leichter vorzustellen ist, als das Ende des Kapitalismus. Es stellt sich die Frage, inwiefern ein Unverhofftes, gar ein Wunder, ein Erstaunen vielleicht, diese stabile innere Form apokalyptischer Sinnstruktur zu durchbrechen vermag. Denn sich die Zukunft dunkel auszumalen ist nichts Neues. Vielleicht ist genau das die Wiederholung, welche die immergleichen Reaktionen sich selbst verfestigender Verhältnisse provoziert und dabei gleichzeitig das politische Vorstellungsvermögen und das Handeln des Subjekts beschränkt.

Die Tagung ist der Versuch, einen (nicht zuletzt auch psychoanalytischen) Reflektions- und Erfahrungsraum zu öffnen, der nach der Beziehung zwischen dem Einzelnen und dem Allgemeinen fragt, ohne die Differenz zwischen beiden einzuebnen. Gesucht werden soll eine Vision im disruptiven Moment des Unverhofften. Diese Vision ist letztlich für die Gesellschaft, aber fragt nach dem Einzelnen. „Vision“ ist die Denkkraft, die über das Phänomen der Endzeitstimmung hinausgeht und damit beginnt, die Gegenwart nicht nur zu besprechen, sondern etwas, wie einen Widerspruch zwischen Dystopie und Utopie zu schieben. Aus diesem Widerspruch kann sich eine Suche nach Sinn ergeben, die sich nicht im Sinn auflöst.

Wir wollen fragen, wie eine Verwunderung oder der Eintritt eines Unerwarteten Einfluss auf das Subjekt innerhalb gesellschaftlicher Verhältnisse haben könnte. Man mag kritisch einwenden, der Rückgriff auf eine metaphysische Kategorie wie das „Wunder“ habe etwas Rückschrittliches. Diese Perspektive lässt aber außer Acht, dass es gerade die Überraschung ist, die die Logik der Erwartung aufschließt.

Zum Herunterladen:

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Programm - hier klicken


Programm

Vorprogramm am 17.04.2026, 19:00 - 21:00

IPPK-Buchvorstellung: „Im Angesicht der Katastrophe – Theorie und Aktion in Zeiten des Klimakollaps“
Nico Graack und Lutz Götzmann (Herausgeber) stellen das im Jahr 2025 im IPPK-Verlag Berlin erschienene Buch: „Im Angesicht der Katastrophe. Theorie und Aktion in Zeiten des Klimakollaps“ vor, das Arbeiten von Fernando Castrillón, Lutz Götzmann, Nico Graack, Delara Habibi-Kohlen, Mechthild Klingenburg-Vogel, Sally Weintrobe und Peer Zickgraf versammelt. Weitere Autorinnen und Autoren werden anwesend sein.
Link zum Buch: https://buchshop.bod.de/im-angesicht-der-katastrophe-9783949634031

Der Eintritt zum Vorprogramm ist frei und findet unter gleicher Adresse statt.

Hauptprogramm

09:00 - 09:15 - Tagungseröffnung

09:15 - 13:30 - Vorträge

09:15 - 10:15 - Markus E. Hodec (Wien): Über das Neue

10:15 - 11:15 - Marie Meyer-Sahling (Berlin): Katastrophenbewusstsein und Zeitwahrnehmung in der Gegenwart

11:30 - 12:30 - Karl-Josef Pazzini (Berlin): Über das Unverfügbare - gibt es Wunder?

12:30 - 13:30 Farah Lenser (Berlin): Versuchen wir das Unmögliche! Eine Intervention zum Thema Wunder

15:00 - 16:30 - Workshops

Nico Graack (Prag): Kollapsbewegung: Zwischen prophetischem Genießen und radikaler Bescheidenheit

Adda Orbach (Berlin): Totalität und Klima

Thomas Hilger (Köln): Wunder/Randgänge der Psychoanalyse - von wunden Punkten zu Wunderpunkten

Lutz Götzmann (Berlin): Hoffen in Zeiten des Klimakollaps

Markus E. Hodec (Wien): Känologie und Klimakrise - Wie über etwas sprechen, das wir noch nicht wissen?

17:00 - 18:30 - Analytische Großgruppe

Leitung: Kathrin Albrecht und Frank Horzetzky (Berlin)


Organisator:innen

Marie Meyer-Sahling (Berlin)

Prof. Dr. med. Lutz Götzmann (Berlin)


Kosten

Regulärer Tarif: 75€

Sozialtarif: 35€

Fördermitglieder des IPPK sowie Studierende und PIAs der SFU: kostenfrei


Anmeldung

Um sich zur Veranstaltung anzumelden, nutzen Sie bitte nachfolgenden Link: https://tally.ippk.de/r/GxdLlZ

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14. April

Universalpoetisches Laboratorium: Klima

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21. April

Lacan lesen: Die Kehrseite der Psychoanalyse. Seminar XVII.