Abstract
Das Markusevangelium wurde unmittelbar nach dem jüdisch-römischen Krieg im 1. Jh. geschrieben. Wie einschneidend diese Jahre massiver Gewalt gewesen sein müssen, können wir uns heute kaum vorstellen. Darum ist es für das Verständnis der Texte wichtig, sie historisch genau einzuordnen. Das Markusevangelium ringt mit dem erlebten Schrecken, damit es aufhört - im Kopf, im Körper von Betroffenen, aber auch auf der Welt, damit die Gewalt unterbrochen werde. Es möchte das Schweigen brechen, das über dem Land lag, und die Risse flicken, die die Gemeinden durchzogen. Darum spannt es einen Erinnerungsraum auf, der den Kriegsüberlebenden und deren Nachkommen hilft, aus dem Schatten des Todes hinauszutreten. Es versucht, dem Leid der Bevölkerung zu begegnen und einen Weg aufzuzeigen, der nichts beschönigt - aber einen neuen Anfang setzt.
Referent:innen
Dr. Luzia Sutter Rehmann (Hamburg)
Kosten
Mitglieder des IPPK: kostenfrei
Nicht-Mitglieder: 15,-€
Sozialtarif: 8,-€
Anmeldung
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