Abstract
Der Vortrag fasst die zentralen Thesen des Buches „Psychologie der Pränatalen Entwicklung“ (Psychosozial-Verlag, Gießen 2026) zusammen. Heute sind durch weltweite psychoneuroimmunologische, psycho-biologische und bindungspsychologische Forsch-ungserkenntnisse das Wissen um frühe Traumata und frühe Belastungen als Ursache späterer pathologischer Prozesse gut belegt. Auch dass es ein implizites Wissen des Menschen über seine frühen Prägungen gibt, ist in inter- und transdisziplinären Forschungen gut belegt.
Es eröffnet sich heute ein spannender Ausblick auf eine umfassende Psychosomatik, die transgenerationale und biographische Daten auf allen Ebenen verbinden kann. Eine personalisierte Medizin kann letztlich nur mit einer tiefenpsychologischen Wahrheitsfindung umfassendere therapeutische Angebote machen.
Die Möglichkeiten psychotherapeutischer Ebenen zur Bearbeitung früher und frühester Traumata sind in den letzten 2 Jahrzehnten erheblich erweitert worden. In einem breiten Spektrum methodenübergreifender Therapie, die tiefenpsychologische Psychotherapie-formen mit Kunst-, Körperpsychotherapieformen und mit therapeutischen szenischen Inszenierungen aller Art verbindet, können transgenerationale und prä- und perinatale Traumata differenziert werden und Erinnerungsebenen des impliziten Körper- und Zellgedächtnisses integriert werden.
Referent:innen
Klaus Evertz (Köln)
Kosten
Mitglieder des IPPK: kostenfrei
Nicht-Mitglieder: 15,-€
Sozialtarif: 8,-€
Anmeldung
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