Abstract
„Zwischen der Lust an der Leere und der Lüge von der Fülle läßt der herrschende Stand des Geistes kein Drittes mehr zu.“ (Adorno)
Das eingeschlossene Dritte widerspricht nicht nur dem Satz vom ausgeschlossenen Dritten. Die Bewegung des Neuen in ihrem Werden beginnt erst an der Stelle brüchig gewordener Starrheit des formallogischen Widerspruchs. Das Neue kann nur analysiert werden, wenn es sich offenhält für all jenes, das noch nicht eingefasst ist in das bereits Bekannte. Ziel dabei ist nicht die Hybris auf wenigen Seiten eines der Hauptgesetze formaler Logik im Allgemeinen widerlegen zu wollen, sondern darzustellen, an welchen Punkten die Känologie in ihrer Erforschung des Neuen das ausgeschlossene Dritte miteinschließen muss.
Es ist der Mensch, der schlechthin nicht gestrichen werden kann aus dem Erkenntnisprozess, noch weniger, wenn es sich um die Erkenntnis des Neuen handelt. Es ist das Subjekt, nun nicht mehr als Begriff, sondern als epistemologisch-humanistischer Bestandteil jeglichen Erkenntnisprozesses, das den Wirkungsort des eingeschlossenen Dritten benennt.
Referent:innen
Dr. Markus E. Hodec (Wien)
Kosten
Mitglieder des IPPK: kostenfrei
Nicht-Mitglieder: 15,-€
Sozialtarif: 8,-€
Anmeldung
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